Die Deutsche Telekom fordert eine Regulierung der Kabelnetze
Die Kabelnetzbetreiber sind für die DSL-Betreiber zunehmend zur Konkurrenz geworden. Kabel Deutschland, Unitymedia und Kabel BW können über ihre modernisierten Kabelnetze Telefon und Internet zur Zeit mit bis zu 120 Megabit/s anbieten und die VDSL-Angebote verfügen gerade einmal über eine maximale Bandbreite von 50 Megabits/s. Der Chef der Telekom, René Obermann hat sich jetzt dafür ausgesprochen, die Kabelnetzbetreiber ebenfalls in die Regulierung durch die Bundesnetzagentur aufzunehmen.
Die Bundesnetzagentur soll sich einschalten
Obermann wies darauf hin, dass die Bundesnetzagentur darauf achten solle, dass die Breitbandverkabelung diskriminierungsfrei bleibe. Der DSL-Anbieter 1&1 bezieht die gleiche Position und fordert, dass es auch Wettbewerb auf den TV-Kabelnetzen geben solle. Bei der Bundesnetzagentur kommen diese Forderungen allerdings nicht an, weil der Anteil der Kabelanbieter am gesamten Breitbandmarkt erst bei knapp zehn Prozent liege. Das bedeutet, dass gerade einmal 2,7 Millionen von den mehr als 25 Millionen Breitbandanschlüssen über das TV-Kabelnetz realisiert werden.
Vorteil der Kabelnetzbetreiber
Doch die Nachfrage nach Internet über Kabel steigt rasant an und das bekommt auch die Telekom in einigen Regionen zu spüren. Die Kunden werden vor allem mit hohen Bandbreiten gelockt, die im Vergleich mit den DSL-Providern zudem zu günstigen Preisen angeboten werden. Der wirtschaftliche Nutzen der Kabelnetzbetreiber liegt darin, dass ihre Kabelleitungen direkt in die Wohnungen der Kunden führen, so dass ein Zugriff auf das Netz der Telekom mit den langsameren Kupferleitungen nicht notwendig ist. In den letzten Jahren haben die Kabelanbieter bereits Milliarden in die Modernisierung gesteckt.
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