Hat die klassische Videothek ausgedient?
Denn die Möglichkeit, vom heimischen PC aus File auszuwählen und sich per Internetleitung ins Haus zu holen, erfreut sich zunehmender Beliebtheit.
Ob Kinofilm oder TV-Serien
Gerade die Anbieter von schnellem DSL und VDSL wie T-Home oder 1 & 1 werben damit, dass man über die von ihnen mit angebotenen Online Videotheken (T-Home: Videoload mit rund 5.000 Titeln; 1 & 1: Maxdome mit ca. 20.000 Titeln) eine reichhaltige Film und Serienauswahl zur Verfügung hat, die den Gang zur Videothek oder das Ausleihen von DVDs per Post überflüssig machen soll. Nachdem die Stiftung Warentest vor knapp einem Jahr noch feststellte, dass das Angebot noch nicht an die etablierteren Ausleih-Varianten heranreicht, ist aber davon auszugehen, dass sich dies schon kurzfristig angleichen wird. Bei den Preisen gibt es kaum nennenswerte Unterschiede. Die VoD Angebote liegen zwischen 0,99 und 4,99 € für 24 Stunden.
Ein Vorteil der Online-Videotheken besteht sicherlich auch darin, dass die Gefahr, dass ein Film vergriffen ist, relativ gering ist, da online zeitgleich mehrere Hundert Abrufe problemlos parallel bedient werden können.
Gestreamt oder von der Festplatte
Beide Möglichkeiten bestehen,zum einen den ausgewählten Titel per Streaming direkt anschauen ohne ihn auf der Festplatte zu speichern. Hierfür sollte eine stabile schnelle Internetverbindung von mindestens 3.000 kbit/s gewährleistet sein, um das Video auch in DVD-Qualität sehen zu können. Innerhalb von 24 Stunden kann man den Film dann beliebig oft anschauen.
Alternativ speichert man den Titel auf der Festplatte, was in Abhängigkeit von der zur Verfügung stehenden Downloadgeschwindigkeit zwischen 15 und 180 Minuten dauern kann.
Am PC / Laptop oder TV-Bildschirm
Nutzt man das Video-on-Demand Angebot, stellt sich allerdings die Frage, wie man seinen Film genießen will. Denn durch den Kopierschutz, der vielfach vorhanden ist, hat man den Film zunächst mal nur auf dem PC und ob dies die angenehmste, bequemste Art ist, sich einen Film anzuschauen, sei mal dahingestellt. Eigentlich möchte man es doch am liebsten in Großbild vom Sofa aus? Wenn technisch machbar, d.h., die Anschlüsse kompatibel sind, kann man das Fernsehgerät auch als Zweitmonitor mit dem PC / Laptop verbinden. Kostenintensiver wäre die Anschaffung eines Beamers, mit dem man sich sein eigenes Heimkino gestaltet. Oder aber man leistet sich eine Set-Top-Box, die auch einige Hundert Euro kosten kann, die an das TV-Gerät angeschlossen wird, und mit der man die Film Angebote auch ohne eingeschalteten PC über das Internet abruft.
Welche die ideale Lösung ist, hängt letzlich auch davon ab, wie häufig man Video-Angebote nutzt und welchen Anspruch man an das “Heimkino-Erlebnis stellt.
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